VERANSTALTUNGEN
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„Wir waren sechs Personen in unserer Familie und haben in einem Zimmer mit zwanzig Quadratmetern gewohnt. Das Wasser mussten wir von der andern Straßenseite holen.“ So klang eine Erinnerung aus der Nachkriegszeit in Langenhagen.
Wir saßen vor einigen Tagen am Nachmittag der Diamantenen Konfirmation zusammen in der Elisabethkirche und schauten uns gemeinsam Fotos aus den Jahren des 2. Weltkriegs und der Folgezeit an. Etwa sechzig Jubilare und einige Angehörige hatten sich eingefunden, alle verbunden durch die gemeinsam erlebte Konfirmation vor 60 Jahren. Da gab es viel zu erinnern und zu erzählen, ganze Lebensgeschichten wurden ausgetauscht, denn manche sahen sich nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder. Es hatte viel Hilfe gebraucht und Mühe gekostet, die Adressen nach so langer Zeit zu finden. Um so größer war die Freude des Wiedersehens. Klar, dass die Erinnerungen an die Notzeiten Ende der vierziger Jahre immer wieder hoch kamen, unterstützt durch die schwarz-weiß Bilder aus diesen Jahren. Selten aber habe ich eine so dankbar-frohe Gemeinschaft erlebt wie die Diamantenen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Ganz deutlich war zu spüren, wie froh sie - trotz mancher Not - über die gemeinsam erlebte Konfirmandenzeit waren, wie sehr sie die Vertrautheit nach so vielen Jahren genießen konnten.
Auf der Urkunde zur Diamantenen Konfirmation, die ein Foto des Taufsteins der Elisabethkirche ziert, ist ein Vers aus dem 103. Psalm zu lesen: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Diese Diamantene Konfirmation war ein zu Herzen gehender, fröhlicher Tag der Dankbarkeit.
Bernd Wrede,
Pastor der Elisabethkirchengemeinde Langenhagen
